DGS#110 – Quichotte – „Nicht weniger als ein Spektakel“

COMEDIAN QUICHOTTE UEBER SEINE NEUE SHOW NICHT WENIGER ALS EIN SPEKTAKEL IM INTERVIEW BEI AUSGANG PODCAST
©Marvin Ruppert

Comedian, Rapper, Poetry-Slammer, Autor, Podcaster – all das ist Quichotte. Der Künstler steht seit vielen Jahren auf der Bühne und darf nun auch wieder auf Tour gehen. Sein aktuelles Programm heißt „Nicht weniger als ein Spektakel“ und genau das wird es auch, wenn Quichotte auf der Bühne steht.

Aber fangen wir von vorne an. Geboren ist er in Köln, aufgewachsen in Lindlar im Oberbergischen Kreis in Nordrhein Westfalen. Schon mit knapp 15 Jahren hat er eine gewisse Affinität zum Reimen von Wörtern entdeckt und ist als Rapper durchgestartet. Damals noch mit anderen, nach eigener Aussage, eher schlechten Künstlernamen. Und woher kommt dann „Quichotte“? Jonas (so sein bürgerlicher Name) entdeckte das Buch und die Romanfigur von Miguel de Cervantes in seiner Jugend und mochte den scheiternden Ritter. Dieser kämpft unter anderen gegen Windmühlen und scheitert auch sonst immer wieder an seinen Aufgaben. Das hat Jonas gefallen und signalisiert dem Publikum eine gewissen Bodenständigkeit.

Kämpfen musste der Künstler immer wieder mit sich selbst. Denn gerade als Newcomer meint man erstmal alle Auftritte annehmen zu müssen, wie er im Interview erzählt. „Werden die mich nochmal anfragen, wenn ich jetzt absage?“ ist eine Frage die sich Jonas oft gestellt hat. Gewissensbisse und die Angst davor, nicht relevant zu bleiben haben ihn oft begleitet. Sogar eine Tour hat er schon einmal abgesagt, weil ihm die körperliche und mentale Energie fehlten.

Es ist wichtig auf seinen Körper zu hören und ab und zu auch mal den Pausenkopf zu drücken, das ist ihm über die Jahre klar geworden. Kleiner Spoiler: Die Absagen haben ihm nicht geschadet, die Nachfrage wurde eher größer. Als selbstständiger Künstler zweifelt man aber man nicht nur an der eigenen Relevanz. Auch der finanzielle Aspekt ist von Bedeutung, denn als Selbstständige verdienen Künstler:innen kein Geld, wenn sie nicht auftreten können.

Der Klassenraum als Bühne

Bodenständig ist nicht nur Quichottes Name, sondern auch der Mensch der uns im Interview gegenüber sitzt. Seine Bescheidenheit spiegelt auch die Wahl seines ersten Berufs wider. Zunächst hat Jonas nämlich auf Lehramt studiert. Drei Jahre hat er danach als Lehrer an einem Gymnasium Englisch und Geschichte unterrichtet. Und das auch richtig gerne, wie er uns erzählt. Sogar gerappt hat er einmal zur Lernstandserhebung in Geschichte und hat die Konventionen hier und da auch einfach mal beiseite gelassen.

Unkonventionell mag es der Künstler auch auf der Bühne. Schubladen sind nicht sein Ding und somit vereint er all seine Fähigkeiten in seinen Shows. Ein Mix aus Comedy, Musik, Rap und selbstgeschriebener und rezitierter Poesie erwartet die Zuschauer:innen. Obendrauf kommt eine große Portion Improvisationstalent die er vor allen in seinen Raps verarbeitet. Die Zuschauer:innen werfen dabei Begriffe Richtung Bühne und Quichotte macht daraus, mit Hilfe seiner Loopstation, ad hoc ein Lied.

Immer noch am schönsten – das Livererlebnis

Als Highlight seiner derzeitigen Show fliegt ein Flugzeug durch den Raum und wir saßen mit offenen Mund auf unseren Plätzen. Wer Quichotte einmal live erleben will, kann seine aktuelle Show „Nicht weniger als ein Spektakel“ deutschlandweit live erleben.

Infos und Termine findet ihr auf Quichottes Homepage. Zudem könnt ihr Jonas natürlich auch auf Instagram oder TikTok folgen. Uns erreicht ihr wie immer über mail@ausgangpodcast.de. Wenn ihr nichts mehr verpassen möchtet, folgt uns gerne auch auf Instagram. Weitere Möglichkeiten uns zu erreichen findet ihr auf Link.Tree.

Zwei weitere Interviews zum Thema Comedy, haben wir mit Markus Barth geführt. In der Bunten Stunde spricht er unter anderem über sein Coming-Out und das Thema Homosexualität auf der Bühne. Bei „Die Gesprächsvollzieher“ haben wir vor kurzem noch einmal über sein neues Programm „Ich bin raus“ und zwei Jahre Pandemie gesprochen.